Treptower Tor Treptower Tor
Am Ende der Ringstraße lädt das Treptower Tor, das höchste der Stadttore Neubrandenburgs, zum Verweilen ein. Beim Durchschreiten des Tores ist die Kraft mittelalterlicher gotischer Verteidigungsanlagen spürbar. Das Treptower Tor stammt aus der gotischen Blütezeit. Dessen Haupttor besitzt die stattliche Höhe von 31,8 m und übertrifft damit alle anderen Stadttore. Die Schmuckwirkung des Maßwerkes wurde hier ursprünglich nicht, wie an den anderen Toren, durch Formsteine erreicht, sondern ausschließlich durch eckige Normalsteine. Über der Durchfahrt befindet sich als Mittelmotiv eine vierteilige Blendnische mit sechs schräggestellten Wappenschildern. Ob diese einmal ausgemalt waren, ist unbekannt. Die Feldseite des Tores ist stark gegliedert - Hauptmotiv ist eine Spitzbogenbrücke, darunter ein sechsteiliges Maßwerk. Auf der unteren Fläche der Pfeilervorlagen befinden sich Kreise. Die Spitzbogenblendnischen der Brüstung werden von quadratischen Pfeilern in Anlehnung an das frühere Zinnenmotiv bekrönt.
Friedländer Tor Friedländer Tor
Die Torburg umfaßt noch heute Haupttor, Außentor und Zingel. Haupt- und Außentor sind durch Mauern verbunden. Ursprünglich reichten diese bis zum Zingel. An beiden Mauerseiten befinden sich Fachwerkhäuser, in denen früher Torschreiber und Steuereinnehmer ihren Sitz hatten. Im Haupttor sind Elemente romanischen Baustils zur Feldseite sichtbar, die Stadtseite ist reine Gotik. Die Verteidigungseinrichtungen wurden früher ergänzt durch Fallgitter, deren Führung erhalten blieb. An der Innenseite der nördlichen Verbindungsmauer erinnert eine Tafel an die Auseinandersetzungen zwischen der schwedischen Besatzung gegen die Truppen unter Tilly. Im März 1631 richteten die Landsknechte Tillys ein Blutbad an. Vor dem Zingel befindet sich der Grabstein von Henricus Prillwisse, der als Bürgermeister in den für die Stadt erfolgreichen Auseinandersetzungen im Pommerschen Krieg 1469 am Friedländer Tor sein Leben verlor. In den Fachwerkhäusern befindet sich heute eine Gaststätte und eine Verkaufsgalerie.
Neues Tor Neues Tor
In archaischer Form diente dieses Tor sehr wahrscheinlich zur Entlastung des Friedländer Tores. Das Neue Tor besaß ebenso wie das Friedländer Tor Vortor und Zingel. Vortor und Verbindungsmauern mit Wachhaus mußten wegen Baufälligkeit 1852 abgebrochen werden. Zur Stadtseite wiederholen sich Figuren in Adorantenhaltung vom Stargarder Tor. Allerdings sind hier nur acht Figuren in die Blendnischen gesetzt. Die mittlere Blendnische ist mit einem kleinen Spitzbogen ausgestattet. Im Neuen Tor finden regelmäßig Veranstaltungen der Reuter Gesellschaft e.V. statt.
Stargarder Tor Stargarder Tor
Das 24 m hohe Haupttor hat zur Stadtseite einen Staffelgiebel mit neun Blendnischen. Die vertikale Bauweise ist klassisches Beispiel der aufstrebenden Gotik. In die Blendnischen fügen sich neun fast lebensgroße Figuren aus Terrakotta, Backstein und Putz harmonisch ein. Eine schlüssige Deutung der Figuren in Adorantenhaltung gelang bis heute nicht. In der östlichen Zwingermauer, deren Gesamtlänge 4O m beträgt, ist ein Fachwerkzollhaus - heute Uhrmacherwerkstatt - eingefügt. Dem Ostgiebel der Marienkirche nachempfunden ist die filigran wirkende Feldseite des Vortores. Das Ziergitter im Vortor stammt aus der Mitte des 19.Jahrhunderts Der Auflagebalken ist allerdings wesentlich älter und stammt aus dem Jahr 1626. Dem Tor vorgelagert waren zwei Mühlen, eine Kupfer- und eine Walkmühle. Letztere ist heute Gasthaus "Zur Lohmühle".